Das Projekt

Das Insektensterben ist mittlerweile in aller Munde. Jeder hat verstanden, wie wichtig die Insekten für unser Leben sind, dass wir sie brauchen für die Bestäubung der Pflanzen. Ohne Insekten werden wir kein Obst mehr ernten und keine Gemüse- und Blumen-Samen mehr aussäen können. Und wir werden uns nicht mehr erfreuen können an den dicken Hummeln im Frühling, an dem Summen der Bienen in den Rosen und den wunderschönen Schmetterlingen im Sommer. Wir möchten ein Refugium für die Insekten anlegen, damit auch unser aller Kinder und Kindeskinder noch erleben können, wo und wie diese Tiere leben und dieselbe Freude empfinden.

Umsetzungszeitraum

Die Grundsteine wollen wir dieses Jahr legen.

Aktueller Fortschritt des Projektes

Das Team - Team Maja

Wir sind vier Freundinnen, die sich alle dem Naturschutz verpflichtet fühlen. Zu unserem Team gehören Uschi Börner Petra Clemens Astrid Gliemko Barbara Kauer Bei einem leckeren Stück Kuchen sprachen wir über das Insektensterben und wir waren uns einig, dass es nicht reicht, nur darüber zu reden, sondern dass etwas getan werden muß - dass jeder einzelne etwas dagegen tun kann. Schnell entstand die Idee, gemeinsam ein Insekten-Biotop anzulegen. Wir möchten selbst aktiv werden und auch allen interessierten Menschen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, dem Insektensterben entgegen zu wirken und was jeder selbst im eigenen Garten tun kann. Unser Biotop soll Vorbildcharakter haben für das, was machbar ist und die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen, die sich jeder anschauen und nachbauen kann. Schulklassen können hautnah das Leben der Insekten sowie den Kreislauf der Natur kennen und verstehen lernen.

Mehr über dieses Projekt

In Deutschland gibt es über 500 verschiedene Wildbienenarten, die teilweise sehr spezialisiert sind auf bestimmte Pflanzen. Wir wollen in unserem Biotop eine Vielzahl verschiedenster Futterpflanzen für die Tiere anbieten. Das allein reicht jedoch nicht, denn die Tiere brauchen auch ganz unterschiedliche Nistmöglichkeiten, um ihre Brut aufzuziehen und auch hier wollen wir den vielen verschiedenen Ansprüchen so weit wie möglich gerecht werden und die unterschiedlichsten Brutmöglichkeiten zur Verfügung stellen.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen in unserem Biotop, gerne zur aktiven Mitarbeit oder um sich Ideen und Ratschläge für ihren eigenen Garten zu holen. Dieses Projekt wird generationenübergreifend angelegt und soll als Treffpunkt soziale Kontakte entstehen lassen.
Die Fläche befindet sich derzeit in unserem Eigentum, wird aber testamentarisch einem örtlichen Naturschutzverein zur späteren Betreuung übereignet werden.
Dieses Jahr wollen wir die Grundsteine legen, aber ein Biotop muß wachsen. Je größer die Wildhecke wird, je üppiger die Wildrosen, um so mehr Insekten werden sich einstellen und uns ist klar, dass das Biotop über Jahre betreut und gepflegt werden muss. Dazu sind wir alle bereit.

Bilder zum Projekt

Neuigkeiten vom Projektteam

15.10.2019 11:25

Die Umsetzung schreitet voran

Endlich liegt unsere Genehmigung für das Projekt vor! Die Kompost-Toilette steht als Bausatz bereits bei uns im Hof und muß „nur“ aufgestellt werden. Von den 2000 Wildkrokus-Zwiebelchen habe ich die Hälfte bereits im Boden, der Rest folgt. Und ich habe eine größere Bestellung laufen über den Kauf von einerseits Großbäumen wie Sommer- und Winterlinde, Kastanie und Euodia (Honigbaum) als auch von ca 70 einheimischen Sträuchern und Wildrosen. Die ersten Rosen sowie die Waldhaselnüsse sind eben eingetroffen, dürfen sich über Nacht mit Wasser vollsaugen und werden morgen gepflanzt. Die restlichen Bäume und Sträucher werden in den nächsten Tagen eintreffen. Die Insekten stellen sich ein. Man findet eine junge Raupe des Spreizfuß-Rotschwanzes, eines Nachtfalters. Die Raupe ist noch so jung, daß sich der am Hinterleib befindliche „Pinsel“ noch nicht rot ausgefärbt hat. Das erfolgt, wenn die Raupe etwas älter wird. Wir mähen die Wiese und man sieht die 2000 Wildkrokus-Zwiebelchen, einige Tulpen und andere Frühlingsblüher sowie die 150 Narzissen, die in die Erde gesetzt werden – die Hälfte haben wir schon „geschafft“.
23.07.2019 15:06

Die ersten Insekten nisten sich ein

Nun haben die Bauern ihre Felder gemäht, um Heu und Silo als Winterfutter einzufahren und die Insekten finden kaum noch Blütenpflanzen. Auf unserer Wiese dagegen blüht es weiterhin, denn wir mähen sie noch lange nicht und so finden sich auch verschiedenste Insekten ein wie das Sechsfleck-Widderchen oder die Streifenwanze. Die Orchideen blühten, hier das ungefleckte Knabenkraut, und auch die roten Waldameisen fühlen sich auf unserer Wiese wohl.
23.07.2019 15:00

Die ersten Fortschritte

Ein Totholzzaun wurde angelegt und dazu ein großer Reisighaufen und sehr schnell hatte sich eine Eidechse diesen Lebensraum für sich auserkoren! Außerdem wurden Strangfalzziegel zum Nisten aufgestellt und ein kleiner Teich ausgehoben.

Ältere Newsmeldungen

Freude über die Auszeichnung

Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung „Team mit Stern“ und möchten uns ganz herzlich bedanken bei all unseren Votern und vor allem bei Gerolsteiner für die großartige Unterstützung unseres Projektes. Wir werden dieses Insektenbiotop in Niederehe erstellen und hoffen sehr, dass nicht nur die Insekten sich zu uns hinziehen, sondern gern auch Schulklassen und alle Interessierten sich zu einem Besuch einfinden werden. VIELEN DANK GEROLSTEINER BRUNNEN.

Kommentare

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