Das Projekt

Im Landkreis Vulkaneifel gibt es bekanntlich kein Kinder- oder Jugendheim, dafür aber ein gut ausgebautes Netz von Pflege- und Adoptivfamilien, in denen Kinder aufwachsen, die vorübergehend oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können. Derzeit sind im Landkreis Vulkaneifel etwa 150 Kinder und Jugendliche in ca. 100 Familien untergebracht. Viele von ihnen sind aufgrund traumatischer Erlebnisse wie Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellem Missbrauch in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Die meisten von ihnen lebten zuvor in Kinderheimen. Aufgabe des Jugendamtes ist es, für diese Kinder Familien zu finden und sie oft über viele Jahre zu betreuen und zu begleiten. Neben der Beratung der Eltern ist es dem Team des Jugendamtes wichtig, den Kontakt der Kinder und Jugendlichen untereinander zu fördern und selbst eine positive Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen aufzubauen und zu pflegen. Das versucht das Dauner Jugendamt beispielsweise mit der Durchführung von Ferienfreizeiten und Freizeitaktivitäten, an denen die Pflege- und Adoptivkinder seit vielen Jahren begeistert teilnehmen. In den Sommerferien ist eine Segelfreizeit auf einem 107 Jahre alten Segelschiff auf der Nordsee geplant.

Umsetzungszeitraum

Freitag, 29.06., bis Sonntag, 08.07.2012

Aktueller Fortschritt des Projektes

Das Team - Kreisjugendamt Vulkaneifel

Das Kreisjugendamt Vulkaneifel möchte mit einer besonders intensiven Betreuung von Pflege- und Adoptivkindern neue Wege gehen. Dass ein solches Projekt von einem Jugendamt für "seine" Pflege- und Adoptivkinder angeboten wird, ist zumindest in Rheinland-Pfalz einmalig. Am "Abenteuer Nordsee" sollen 20 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren sowie drei Betreuer teilnehmen.

Eine Patenschaft über dieses Projekt hat:

Michael Kauertz

Mehr über dieses Projekt

Die Zeit vom 29. Juni bis 8. Juli 2012 wollen 20 Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren auf dem historischen Segelschiff Brandaris verbringen. Gemeinsam mit dem Kapitän ('Skipper'), einem Matrosen ('Maat') und drei ehrenamtlichen Betreuern wohnen und arbeiten sie während dieser Zeit auf engstem Raum auf dem Segelschiff, das täglich einen anderen Hafen anläuft. Mit dem Angebot sollen vorrangig zwei Ziele verfolgt werden: Zum einen sollen Jugendliche, die in Pflege- und Adoptivfamilien aufwachsen, sich gegenseitig und ihre jeweiligen Lebensgeschichten kennen lernen und erleben, dass viele andere junge Menschen in einer ähnlichen Situation leben und mit ihr umzugehen wissen. Kaum jemand anderes versteht wirklich, wie es ist, zwei Familien, zwei Mütter und zwei Väter zu haben. Zum anderen muss aufgrund der besonderen Lebensbedingungen auf dem Segelschiff soziales Verhalten ganz besonders intensiv und nachhaltig eingeübt werden: Sie müssen ganz besondere Verantwortung übernehmen beim Manövrieren des Schiffes, d.h. beim Segel setzen, beim Wenden und Navigieren des Segelschiffs oder der Entscheidung über die Route und das jeweilige Etappenziel. Gerade die räumliche Enge und das Aufeinander-angewiesen-Sein fördert das Sozialverhalten der Jugendlichen in
besonderem Maße. Hinzu kommt die Übernahme von besonderer Verantwortung für die
Gemeinschaft bei der Planung und Entscheidung über die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und die Verwaltung der Gemeinschaftskasse, die jederzeit für alleTeilnehmer/-innen einzusehen ist, beim Einkauf oder der Planung und Zubereitung der Mahlzeiten und auch bei weniger angenehmen Aufgaben, z.B. bei der Reinigung des Schiffs und der Gemeinschaftsräume. Konflikte müssen zwangsläufig „vor Ort“ ausgetragen werden, denn ein Weglaufen davor ist nicht möglich.

Kommentare

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